2009

Traditionelle Winterwanderung 2009
Nach dem Unwetter am Freitag hätte kaum jemand geglaubt, dass der schon lange terminierte Wandertag überhaupt stattfinden könnte. Der Wettergott hatte jedoch ein Einsehen und bescherte den Sängern am letzten Samstag ein zwar kühles, aber zum Wandern ideales Januarwetter. So machten sich zahlreiche Chormitglieder, begleitet von Partnern, Kindern und Enkelkindern von Stammheim aus auf den Weg nach Staden. Man hätte ja auch den kürzesten Weg nehmen können. Nein, Wanderführer Gerhard Salz führte die Gruppe über vorerst trockene Feldwege an der Autobahn entlang in die Niddaaue. Glücklicherweise hatte der Bauhof der Stadt Florstadt im letzten Sommer einen sonst immer verschlammten Feldweg zwischen Autobahn und der „Stadener Seenplatte“ mit Schotter versehen. Wäre das nicht der Fall gewesen hätte die Wandergruppe umdrehen müssen, da ein Weiterkommen über Wiesen wegen Hochwasser nicht möglich gewesen wäre. So konnte, obwohl im Landschafts-schutzgebiet „Am Brühl“ wie bei jedem Hochwasser der Rad- und Wanderweg unpassierbar war, das Zwischenziel Stadener Sauerborn trockenen Fußes erreicht werden. Dort hatten einige Chor-Mitglieder sehr liebevoll ein kleines Buffet aufgebaut mit diversen selbstgebackenen Kuchen, Schmalzbrot, Kinderpunsch, Tee und dem unvermeidlichem Glühwein. Für diejenigen, denen es immer noch innerlich zu kalt war gab es Hochprozentiges aus einer Stammheimer Obstbrennerei. Im Normalfall treffen sich die Sänger, ohne familiären Anhang, jeweils am Donnerstag in der Singstunde. Dort wird, speziell im Hinblick auf das hundertjährige Jubiläum im März, konzentriert gearbeitet. Zeit für einen kleinen Plausch untereinander ist bei der „gestrengen“ Chorleiterin Dorothea Grebe meistens nicht gegeben. So ist eine Wanderung, an der auch noch die Familiemitglieder teilnehmen, bestens geeignet, sich noch näher kennen zu lernen oder aber auch sich noch besser zu verstehen. Die Wanderung, die später in einer Stammheimer Gaststätte ihren Abschluss fand, war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Die Verantwortlichen des Chores unter der Federführung von Heidi Bauer-Klar wünschen sich, dass dieses Jahr doch noch einige Sängerinnen und Sänger zum Volkschor dazu stoßen, damit im nächstem Jahr für ein Gruppenfoto statt der Brücke über den Mühlbach die größere Nidda-Brücke genommen werden kann.

Verfasser: Jörg Steinhäuser

1. Jubiläumsveranstaltung
Beim musikalischen Spaziergang kommt keine Langeweile auf

Kreisanzeiger vom Samstag, 4. April 2009

Volkschor Stammheim feiert 100. Geburtstag mit Matinée - Stücke in historischem Kontext

STAMMHEIM (mü). Mit einer brillant gestalteten, vergnüglichen Matinée hat der Volkschor Stammheim das 100. Jahr seines Bestehens eingesungen. Zahlreiche begeisterte Gäste, die nicht in erster Linie aus den Reihen benachbarter Chöre stammten, erlebten im Bürgerhaus einen musikalischen und schauspielerischen Spaziergang von 1909 bis 2009, bei dem keine Sekunde Langeweile aufkam.

Singen macht Laune und reißt Groß und Klein von den Stühlen, das konnte man nach knapp 3 Stunden als Fazit mitnehmen. Und sich anschließend überlegen, ob man diesem Traditionschor mit seiner jugendlichen Ausstrahlung und einem Repertoire von Bach bis Beatles sofort beitreten solle. Denn eine bessere Werbung für den Chorgesang als eine solche Ansammlung von Temperament und Motivation auf der Bühne lässt sich kaum denken.

"Freut euch alle, singt mit Schalle" stand als Leitmotiv über allen Vorträgen. Und schon versammelten sich die in würdiges Schwarz gekleideten "Gründerväter" auf der Bühne und ließen die Zeit der Vereinsgründung lebendig werden. Inspiriert vom Sängerwettstreit 1909, der in Gegenwart Kaiser Wilhelms II. in der Frankfurter Festhalle stattfand, kamen auch in Stammheim Menschen zusammen, um als Ausgleich zur Tagesarbeit und zur Pflege der Dorfgemeinschaft den Gesang zu pflegen. Am 1. Dezember 1909 wurde der Arbeitergesangverein "Vorwärts" Stammheim ins Leben gerufen, der zwei Weltkriege und etliche Wirtschaftskrisen, mehrere Namensänderungen und sogar einige Jahre völligen Erliegens des Chorgesangs durchmachen musste, bis er zum Volkschor Stammheim 1909 wurde.

Was im zünftigen Männerkreis begann - symbolisiert durch das künstlerisch gestaltete Volkslied "Mägdleins Klage" - wurde einige Jahrzehnte später in gemischter Runde fortgesetzt, wie Vorsitzende Heidi Bauer-Klar, im stilechten Zwanziger-Jahre-Look gekleidet, erläuterte. Anders als bei der Fahnenweihe im Jahr 1928 begann man, die Frauen nicht nur als "schmückendes Beiwerk", sondern als Sängerinnen zu schätzen.

Doch sollte es noch lange dauern bis vor allem dank der engagierten Chorleiterin Dorothea Grebe nacheinander der Spatzen-, der Regenbogenkinderchor und der Jugendchor ins Leben gerufen wurden.

Den "Frühling des Vereins" unterstrich man mit den romantischen Mendelssohn-Bartholdy-Sätzen "Abschied vom Walde" und "Nachtigall". Das galante "Erlaube mir, fein´s Mädchen" von Brahms bot die passende Vorlage für die Grußworte von Bürgermeister Herbert Unger und dem Vorstandsmitglied des Hessischen Chorverbandes, Rudi Kretschmer. Musik- und Gesangvereine lägen ihm umso mehr am Herzen, als sie in Zeiten eines Überangebots an Medienunterhaltung eine Möglichkeit schüfen, eigenständig, authentisch und in guter Gemeinschaft selbst aktiv und kreativ zu sein, sagte Unger. Als Schirmherr überreichte er "das obligatorische Kuvert". Kretschmer ehrte Dorothea Grebe für 15 Jahre herausragende Jugendarbeit und zeigte sich positiv überrascht von der großen Resonanz, die der Chor bei der Bevölkerung finde.

Mit "Hello, my Baby" und Liedern der Comedian Harmionists schlug der Volkschor, nunmehr auch unterstützt von seinen jugendlichen Mitsängern, einen Bogen bis 1945. Immer wieder blendeten die Sänger kleine Szenen aus dem Alltag ihres Dorfes ein, die das Leben in Stammheim mit seinen kleinen Leiden und Freuden greifbar werden ließen. Einen Höhepunkt vor der Pause bildete neben dem beliebten "Glühwürmchen-Idyll" der wie maßgeschneidert für das Festjahr erscheinende "Jubiläumschor".

"Wer rennt da so spät durch die Stammheimer Nacht? Das sind die Sänger - es ist fast acht!" Mit diesem Ausruf nahm man das Publikum hinein in eine Chorprobe des Jahres 1954, später in die Zeit der Liverpooler Pilzköpfe und schließlich, mit dem ganzen Einsatz der jüngsten Sänger, in die Ära der Blumenkinder und der Friedensbewegung.

International wurde es mit dem afrikanischen Song "Si ma kaa", der die Zeit des ersten Stammheimer Kinderchores (1969-1977) repräsentierte. In farbenprächtigen Kostümen ließen die Mädchen und Jungen die großen Musical-Aufführungen "Die Seefahrt nach Rion", "Tuishi pamoja" oder "Eddi und die Weihnachtskugel" seit 1992 aufleben. Klassisch, aber durchaus multikulturell zeigten sich die erwachsenen Sänger mit "Come again" von John Dowland und "El Grillo" von Josquin Desprez, rockig-poppig erklangen die Mozart-Songs "Uns´re kleine Nachtmusik", "V'amo di core" und "Bourée for W.A.".

Ein Abend mit jungen Nachwuchsbands aus der Region (20. Juni), das Kinder-Musical "Rotasia" (Samstag und Sonntag, 28. und 29. August) sowie das große Finale "Sing doch mit - Singen tut gut!" am 3. Oktober bilden weitere Höhepunkte rund um den 100. Geburtstag des Volkschors. Sämtliche Veranstaltungen finden im Bürgerhaus Stammheim statt.

300 Bilder erinnern an vergangene Zeiten

In diesem Jahr feiert der Volkschor Stammheim 1909 sein 100-jähriges Bestehen. Grund genug für die Verantwortlichen um die Vorsitzende Heidi Bauer-Klar, das Jubiläum zur Darstellung der Vereinsgeschichte zu nutzen. Und das setzte man in zweifacher Form um: mit einer bemerkenswerten Festschrift inklusive Chronik und mit einer Bilderausstellung, die nach der Historischen Matinée eröffnet wurde. Über 300 Bilder waren zu sehen, die an längst vergangene Zeiten erinnerten. Die älteste Aufnahme stammte aus dem Jahr 1928 und dokumentierte die Fahnenweihe.Unter den Besuchern waren auch Bürgermeister Herbert Unger, der Beauftragte des Stadtarchivs Jürgen Reuß und der Ehrenvorsitzende des Volkschors, Otto Schneeberger, der dem Verein 25 Jahre vorstand. Die Ausstellung soll nochmals am 3. Oktober zu sehen sein, wenn als Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten das Singen der Florstädter Chöre im Bürgerhaus Stammheim stattfindet.
2. Jubiläumsveranstaltung
STAMMHEIM (ka). Was haben sechs junge Wetterauer Rockbands mit dem 100-jährigen Bestehen des Volkschors Stammheim zu tun? Eine ganze Menge, denn am Samstag waren sie Teil des Festprogramms, in dessen Rahmen der Verein für jeden Geschmack etwas bieten will. Die Bands gaben ihr Bestes, um das Bürgerhaus in einen Hexenkessel zu verwandeln. Der Zuschauerandrang war allerdings nicht allzu groß. Dennoch: die Stimmung war bombastisch.

>>Neon<< aus Florstadt eröffneten den Marathon mit ihrer Bühnenpremiere. Die Musiker stimmten das Publikum mit einem kurzen, aber überzeugenden Programm ein. Es folgten >>7 Grad<<, ebenfalls aus Florstadt, mit Covers berühmter Rocksongs, aber auch modernen Stücken. Das von Fabian Braumann exzellent gesungene >>Ayo Technology<< von Milow war der erste Höhepunkt des Abends. Danach stürmte >>Henry's Cool Band<<, die zehnköpfige Combo der Henry-Benrath-Schule, die Bühne. Sie spielte routiniert und fehlerfrei. Das Pop-Rock-Programm mit Liedern wie >>Let's get loud<< oder >>Torn<< von Natalie Imbruglia war eine weitere Facette des Abends.

Und es sollte wirklich für jeden Geschmack etwas dabei sein, wie >>Skatastrophe<< kurz darauf bewiesen. Mit feinem Ska-Punk, eigenwilligen Interpretationen und einer Show, die Spaß und Dynamik versprühte, spielte sich die Band in die Herzen der Fans. Als die Stimmung ihrem Siedepunkt nahe war, kündigte Moderator Martin Schnur >>The Drunken<< an. Die Formation vom Burggymnasium gab ihr Debüt und überzeugte auf der ganzen Linie - sowohl mit Coversongs als auch einigen eigenen Stücken und rissen die Zuhörer mit. Begeistert stimmte das Publikum bei >>TNT<< von AC/DC in den Refrain ein, und die Show war tatsächlich reines Dynamit. Frontmann Julian Zschocke brachte es auf den Punkt: >>Danke, dass ihr so abgeht, es macht wahnsinnig Spaß, hier auf der Bühne zu stehen!<<

Als letzte Band traten >>Prayers of Seth<< buchstäblich im letzten Hemd auf. Die Metal-Combo kam in Bademänteln und ging in Unterwäsche, da geriet das musikalische Programm zwischen Trash- und Death Metal beinahe zur Nebensache. Die Band spielte sehr druckvolle eigene Kompositionen und rundeten das Gesamtprogramm ab.

Der Volkschor zog nach dem Beschreiten dieses neuen Weges ein positives Resümee. Man habe zeigen wollen, dass die Wertigkeit einer Veranstaltung nicht nur am Gewinn gemessen werden könne. Alterkontrollen und kontrollierter Alkoholausschank bewiesen, dass Jugendliche feiern könnten, ohne sich die >>Kante<< zu geben. Auch habe man den jungen Bands eine Möglichkeit geben wollen, sich präsentieren zu können. Solche Versuche eines Brückenschlages zwischen Jung und Alt suchen ihresgleichen.

Wetterauer Zeitung, Mittwoch, 24. Juni 2009

3. Jubiläumsveranstaltung
ROTASIA - Wenn aus Fremden Freunde werden
Kinder-Musical des Volkschor Stammheim

Mit dem Musical "Rotasia", einer Geschichte aus dem Morgenland, begeisterten am vergan-genen Wochenende 35 Kinder die neugierigen Besucher aus Florstadt und Umgebung. Die beiden sehr gut besuchten Aufführungen waren der dritte Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Volkschors Stammheim, der hiermit sein 100jähriges Bestehen feiert.

Mit Charme, Witz und Humor entführten die Kinder des Regenbogenkinderchors und des des Jugendchors Stammheim sowie des evangelischen Kinderchors aus Florstadt die zahlreichen Besucher nach Rotasia. Gleich zu Beginn faszinierte das morgenländische Bühnenbild – ganz in Rottönen gehalten. Denn in Rotasia ist alles rot und die Rotasier kennen nichts anderes als ihre rote Heimat. Bis ... ja bis Prinz Shadi (Jan Fischer) und sein Freund Farid (Martin Schwalm) ein rotes Buch finden, das von anderen Ländern berichtet und sie richtig neugierig macht. Mit lebendigen Liedern begleiteten die Bewohner von Rotasia die Geschichte. Sie sind rot gekleidet, sehen alle gleich aus und sind mit ihrer Welt eigentlich ganz zufrieden. Andere Länder gibt es für sie nur im Märchen. Ganz schön nervig sind die beiden Hofleibwächter Sim (Sophie Weihs) und Sam (Fides Grebe), die alles kommentieren und dem Publikum manchen Lacher entlocken. Shadi und Farid träumen nicht nur von der anderen Welt, sondern machen sich auch schließlich – auf Geheiß des Königs – auf, diese anderen Länder zu finden. Nach der Pause verändert sich die Kulisse. Die beiden Helden befinden sich gemeinsam mit einigen unerschrockenen Bürgern von Rotasia im verbotenen Wald und begegnen der riesigen Waldschlange. Teils Drache, teils Schlange, teils Krokodil und über sechs Meter lang, schleicht sie durchs Publikum und macht den Rotasiern ganz schön Angst. Glücklicherweise kommt rechtzeitig johlend und schreiend eine bunte Horde ins Spiel. Andere "Menschen", die im Wald leben, kennen sich mit der Waldschlange aus und vertreiben sie mit ihrem Lärm. Zunächst misstrauisch gegenüber allem Fremden, gelingt es dann nach und nach, dass aus "Fremden Freunde werden".

Ein Ohrenschmaus waren nicht nur die gut einstudierten Lieder der Kinder, der ausgewogene Chorklang, die gute Aussprache, die rhythmische Klarheit, sondern auch die solistischen Vorträge des Königs (Niké Vasiluková) und des Prinzen Shadi. Sie wurden von einem Instrumentalkreis mit Schlagzeug, Keyboard, Flöte, Klarinette und Geige begleitet, der die einprägsamen Melodien wunderbar unterstützte. Auch die schauspielerischen Leistungen der Kinder und die tänzerischen Einlagen überzeugten und wurden durch ein sehr aufmerksa-mes Publikum mit großem Applaus belohnt. Besondere visuelle Leckerbissen waren die Kulissen, die Kostüme und die Waldschlange - alles in tagelanger Näh- und Bastelarbeit von Eltern, Chormitgliedern und Kindern vorbereitet. Ganz entscheidend für das Gelingen dieser Veranstaltung war das Engagement der Chorleiterin des Volkschors Stammheim Dorothea Grebe, die für das Gesamtarrangement dieser Aufführungen verantwortlich war. Unterstützt wurde sie von Carolin Rau (Choreographie der Tänze), Monika Eickmann (Einstudieren der Texte) und Susanne Baumgartl, die den evangelischen Kinderchor aus Florstadt leitet, der an der gesamten Veranstaltung mitwirkte.

(Text: Gudrun Neher)

4. Jubiläumsveranstaltung
Großes Finale

zum 100jährigen Jubiläum des Volkschor Stammheim 1909 e.V.

Mehr als zweihundert begeisterte Gäste erlebten im Stammheimer Bürgerhaus ein großes Finale der Feierlichkeiten zum einhundertjährigen Bestehens des Volkschors. Bestens vorbereitet präsentierten sich die Sängerinnen und Sänger des Volkschors mit vertrauten und modernen Liedvorträgen, lauschten die Zuhörer gespannt den Darbietungen des Kirchenchors aus Staden unter der Leitung von Georg Salz-Frühauf, des Gemischten Chores der Kulturgemeinschaft Nieder-Mockstadt unter der Leitung von Manfred Willnow und des ev. Kirchenchores aus Nieder-Florstadt unter der Leitung von Ludwig Becker. Die Zusage fast aller Florstädter Chöre und das gemeinsame Auftreten würdigte Volkschor-Vorsitzende Heidi-Bauer Klar mit der Feststellung: Wir erleben heute den "Tag der Florstädter Einheit" als Anspielung auf den "Tag der Deutschen Einheit".

Zu Beginn der Veranstaltung unter dem Motto "Sing doch mit! Singen macht Spaß!" zeigte sich Heidi-Bauer-Klar hocherfreut über positive Resonanz der bisherigen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. "Wir haben viele neue Freunde gefunden. Vor allem freut es uns, dass mehr und mehr Stammheimer Bürgerinnen und Bürger unsere Veranstaltungen besuchen." Ihr besonderer Dank galt den Stammheimer Vereinen, die den Volkschor in mannigfacher Weise unterstützt haben. Auch Bürgermeister Herbert Unger lobte als Schirmherr die Arbeit des Volkschors und dankte für das beispielhafte ehrenamtliche Engagement der Verantwortlichen. Mit großer Freude habe er die Jubiläumsveranstaltungen besucht und das erstaunlich hohe Niveau bewundern können. Insbesondere dankte er der sehr aktiven Chorleiterin Dorothea Grebe, die mit großartigen Ideen wesentlich zum Gelingen der Jubiläumsveranstaltungen beigetragen habe.

Das Lob des Bürgermeisters wurde auch beim Finale eindrucksvoll bestätigt. Dorothea Grebe führte erneut gekonnt Regie und bewies bei der Auswahl der Lieder sehr viel Sachverstand. Sie dirigierte den gemischten Chor, die Darbietungen des Kinder- und Jugendchores sowie die Instrumentalisten mit Martin Leyh am Klavier, Anne Smorra (Geige), Annika Schnur (Klarinette), Annette Birk-Rickert (Querflöte) und Annette Podzsus (Cello).

Eine besondere Note erhielt die Veranstaltung durch das gemeinsame Singen der Chöre und der Gäste unter der Leitung von Dorothea Grebe. So stimmte das gesamte Publikum fröhlich mit ein, als der eigens von Friedemann Mogk (Vater der Dirigentin) komponierte und getextete Kanon "Hundert Jahre sind vergangen, seit der Volkschors angefangen …." gesungen wurde.

Viel Applaus erhielten auch die drei Gastchöre für ihre Darbietungen. Für den Kirchenchor Staden, der erst seit einem Jahr von Georg Salz-Frühauf dirigiert wird, war es der erste Auftritt außerhalb der Gottesdienste. Mit "Geh' aus mein Herz", "Im Wald bei der Amsel" und "Tanzen und Springen", zeigte der Chor seine sängerische Vielfalt. "Stimmt freudig ein!" war der erste Titel der zahlreichen Sänger und Sängerinnen aus Nieder-Mockstadt und mit "Zauber der Musik" hatten sie ein Stück ausgesucht, das sehr gut zum Motto des Tages passte. Mit "Meine Stimme klinget" und "Liebe das Leben" - sehr schön vorgetragen von der wachsenden Sängerschar des ev. Kirchenchors aus Nieder-Florstadt – wurde der Liederreigen der Gastchöre abgeschlossen.

Angenehm überrascht zeigte sich das Publikum von den Darbietungen der beiden "Workshop-Gruppen" unter der Leitung von Annette Karhof (Kath. Kirchenchor Wickstadt) und Dorothea Grebe. Am Freitagabend und am Samstagmorgen hatten sich interessierte Sängerinnen und Sänger getroffen, um in den beiden angebotenen Workshops "Swing and Sing" und "Fülle mit Schalle" neue moderne und klassische Melodien einzustudieren.

Vom Leistungsvermögen des Kinder- und Jugendchores konnten sich die zahlreichen Gäste überzeugen, als nach der Pause Ausschnitte aus dem vor kurzem aufgeführten Musical "Rotasia" (siehe unten) vorgetragen wurden. Die Kinder und Jugendlichen waren voller Begeisterung dabei und unter der Begleitung der Instrumentalisten wurde erneut deutlich, dass dem Volkschor ein wahrer Volltreffer gelungen war.

Mit dem gemeinsamen Lied "Bunt sind schon die Wälder" endete eine durch und durch gelungene Veranstaltung. Beifall und Zustimmung zugleich erhielt Heidi Bauer-Klar für ihre Schlussworte: "Wir haben ein rundum gelungenes Jubiläumsjahr erlebt. Ich bin sicher, dass wir unsere erfolgreiche Arbeit in den nächsten Jahren mit neuem Schwung fortführen können."

(Text: Gudrun Neher)